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Das Erstlingswerk des jungen Grazer Filmkollektivs rocafilm© besticht durch behutsame Bildfolge und aussagestarke Interviewsequenzen. Beinahe unaufgeregt schildert der Dokumentarfilm Leben und Alltag so genannter AIDS-Waisen, die aufgrund von Ausgrenzung und des ihnen zugewiesenen Status als „Staatenlose“ einer ungewissen Zukunft entgegensehen. Es sind die Kinder selbst, die ihre Geschichte in diesem Film erzählen. Trotz beklemmender Thematik besticht die Dokumentation weder durch Schreckensbilder noch durch Moralisierung.
Eine ruhige Kameraführung, behutsame Schnitttechnik und dazu streckenweit unkommentierte Porträts bringen vielmehr das zum Ausdruck, was hinter Flucht und Armut zu verschwinden droht: landschaftliche Schönheit ungeahnten Ausmaßes; vor allem aber die Würde eines jeden Menschen und ihrem unhinterfragbarem Selbstzweck.

Dr. Mag. Anna Steiner (Denken und Glauben Nr.4/11)