Zwischen Tag und Traum – Official Trailer 2011

„Zwischen Tag und Traum“ erzählt die Geschichte einer jungen Salzburgerin, die sich entschlossen hat, ein Kinderhilfswerk im Norden Thailands, im geschichtsträchtigen Goldenen Dreieck zu realisieren. Die Kinder, die zu ihr kommen, haben ihre Eltern durch AIDS verloren, und leiden selber teils an HIV.
Ihre Arbeit führt sie zu einem kleinen Mädchen, dass auf der Straße gefunden wurde und weder Papiere noch einen Namen besitzt. Sie kommt von der anderen Seite, aus Myanmar. Ihr gesundheitlicher Zustand ist bedenklich, doch im Kinderheim Baan Doi trifft sie auf neue Freunde. Gemeinsam erzählen diese Kinder in diesem filmischen Portrait über ihr noch so junges, und doch so ereignisreiches Leben am Rande der Existenz.
Trotz beklemmender Thematik überzeugt die Dokumentation weder durch Schreckensbilder noch durch Moralisierung. Ruhige Kameraführung, behutsame Schnitttechnik und streckenweit unkommentierte Passagen bringen vielmehr das zum Ausdruck, was hinter Flucht und Armut zu verschwinden droht: landschaftliche Schönheit ungeahnten Ausmaßes; vor allem aber die Würde eines jeden Menschen und ihrem unhinterfragbarem Selbstzweck.

Further Informations:   http://www.baandoi.org

‚between day and dream‘  tells the true life story of a young Austrian woman, Barbara  Meisl, who decided to set up a foundation for children in Northern Thailand’s Golden Triangle all on her own. The children coming to her are homeless, have lost their parents to AIDS and suffer themselves from HIV. The documentary follows Barbara as she meets a little girl found in the streets in an alarming state of health. The little girl does not have legal papers or a name and comes from ‚the other side‘, she says, from Myanmar. Barbara takes the girl back to Baan Doi where she finds hope through getting to know other children suffering a similar fate. Together, these children tell the stories of their young and eventful lives in the course of this documentary.
In this way, it manages to shed light on the situation and living conditions of several hundred thousand people living in Thailand who have been declared stateless due to illegal migration. Despite its oppressive topic, this documentary avoids moralization and disturbing images. Steady camera work, cautious editing and long, uncommented scenes remind the viewer of something that tends to be forgotten amidst the poverty and innumerous individual fates: a landscape of outstanding beauty; and what is more important, the dignity of every human person being an irreducible end in itself.
„Das Erstlingswerk des jungen Grazer Filmkollektivs rocafilm© besticht durch behutsame Bildfolge und aussagestarke Interviewsequenzen. Beinahe unaufgeregt schildert der Dokumentarfilm Leben und Alltag so genannter AIDS-Waisen, die aufgrund von Ausgrenzung und des ihnen zugewiesenen Status als „Staatenlose“ einer ungewissen Zukunft entgegensehen. Es sind die Kinder selbst, die ihre Geschichte in diesem Film erzählen. Trotz beklemmender Thematik besticht die Dokumentation weder durch Schreckensbilder noch durch Moralisierung.“

Dr. Mag. Anna Steiner (Denken und Glauben Nr.4/11)